Coworking verändert den Büroalltag

Das Konzept Coworking ist längst aus den Kinderschuhen herausgewachsen, wie man unschwer an der steigenden Nachfrage nach Coworking Spaces erkennt. Mit einer stetig wachsenden Anzahl an Berufstätigen, die in freieren und individuelleren Arbeitsverhältnissen arbeiten, wächst auch das Bedürfnis nach genauso flexibleren Arbeits- und Büromodellen. Laut der Vorhersage von Deskmag für das Jahr 2017 wird bis zum Jahresende erwartet, dass etwa 1,2 Millionen Menschen weltweit in einem Coworking Space arbeiten werden. Neben Freelancern, digitalen Nomaden und Kreativen ist Coworking vor allem für junge Start-ups interessant.

Was bedeutet Coworking genau?

Wer glaubt, dass sich hinter dem Begriff Coworking nur das reine Teilen eines Arbeitsraums verbirgt, liegt falsch.  Dem Prinzip dienen diese fünf Werte als Basis:

  • Gemeinschaft
  • Kollaboration
  • Offenheit
  • Zugänglichkeit und
  • Nachhaltigkeit

Die Gemeinschaft und das daraus resultierende Wir-Gefühl ist eine der größten Stärken des Coworkings. Es kommt zu wertvollem Feedback und Anregungen untereinander. Erfolge werden gemeinsam gefeiert und Niederlagen von allen aufgefangen.

Innerhalb von Coworking Spaces entstehen innovative Projekte, die durch die unterschiedlichen Stärken, Ideen und Herangehensweisen der anderen im Team gefördert werden. Dieser Austausch untereinander mündet nicht selten in äußerst fruchtbaren Kollaborationen.

Ein Gemeinschaftsgefühl und gelungene Zusammenarbeit ist ohne die Offenheit der einzelnen Mitglieder nicht umsetzbar. Jeder arbeitet wie er möchte und für wen er möchte. Die Atmosphäre ist von diesem Grundsatz geprägt. Sich hinter dem Bildschirm zu verschanzen ist dem Prinzip nicht zuträglich. Wer doch lieber hinter einer verschlossenen Tür arbeitet, für den ist das Konzept nichts.

Unter der Zugänglichkeit versteht man, dass der Standort am besten in eine ausgebaute Infrastruktur eingebettet ist, die ihn für alle leicht erreichbar machen. Intern bedeutet es, dass die bereitgestellten Betriebsmittel für jeden und jederzeit frei zugänglich sind.

Da die vorhandenen Ressourcen wie beispielsweise Drucker, Beamer oder Kopierer von vielen Menschen gleichzeitig genutzt werden, ist Coworking nicht nur ressourcenschonend für den Einzelnen, sondern genauso für die Umwelt. Nachhaltigkeit wird somit als fünfter Wert großgeschrieben.

Vorteile von Coworking

Nach der Global Coworking Survey von Deskmag aus dem Jahr 2013 arbeiten 84% der Freelancer vor allem wegen der sozialen Interaktion in Coworking Spaces und 75% schätzen das Teilen von Informationen und Wissen.

Die Vorteile liegen klar auf der Hand. Zum einen ist es kosteneffizienter als ein eigenes Büro inklusive Infrastruktur anzumieten. Zum anderen sind die meisten der Coworker im kreativen Bereich anzutreffen, sodass es zu einem fruchtbaren Austausch unter Gleichgesinnten kommt. Solche Begegnungen können den Einzelnen bestärken und in seiner Arbeit weiter nach vorne bringen. Alleine zu arbeiten kann mitunter langweilig werden, die eigene Kreativität gerät ins Stocken. Frischer Input von anderen Freelancern wirkt da unter Umständen beflügelnd.

Die verschiedenen Modelle sind in aller Regel flexibel. Somit können sich Freelancer je nach Auftragslage und Bedürfnis in Coworking Spaces zu Tages- oder Monatspauschalen einmieten.

Coworking ist auch für bestehende Unternehmen interessant

In unserem digitalen Zeitalter sind standortübergreifende Projekte keine Seltenheit mehr. Unternehmen greifen immer mehr auf Freelancer zurück oder wollen ihren festen Mitarbeitern flexiblere Arbeitsmodelle bieten. Coworking bietet hier einen interessanten Ansatz. Anstatt Mitarbeiter und Freelancer vor Ort zu binden, bietet das Konzept eine reizvolle Alternative. Während der Projektlaufzeit finden sich die Teammitglieder in vor Ort zusammen. Das Unternehmen und seine Mitarbeiter profitieren kosteneffizient von der kreativen und bereichernden Arbeitsatmosphäre. Auf diese Weise entstandene Netzwerke können sich dem Unternehmen auch über die Zeit des Coworkings hinaus als wertvoll erweisen. Zusätzlich macht sich die Firma durch das Interesse an alternativen Arbeitsmodellen und deren Umsetzung als Arbeitgeber attraktiv für zukünftige Mitarbeiter.

Die Standorte sind aber nicht nur als reine Arbeitsfläche mit einer Vielzahl an Schreibtischen zu verstehen. Die vielfältige Nutzung der Räumlichkeiten für Workshops, Seminare oder Meetings bietet einen zusätzlichen Anreiz.

Somit bildet Coworking nicht nur einen temporären Trend ab, sondern kann eine echte Alternative oder bereichernde Ergänzung zum herkömmlichen Büroalltag bieten.

 

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